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Thema: Klima > Starkregen > Anpassung

Starkregen
Anpassung


Starkregen

Abb.: Schadensausmaß nach der Sturzflut in Braunsbach in 2016.

Prinzipiell kann jeder Ort in Deutschland von Starkregen betroffen sein, so dass alle Kommunen aber auch Bürgerinnen und Bürger Vorsorgemaßnahmen treffen sollten. Dazu gibt es auf Länderebene verschiedene Aktivitäten. Beispielsweise haben die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gemeinsam den Leitfaden „Starkregen – Was können Kommunen tun?“ veröffentlicht.

In Baden-Württemberg wurde des Weiteren der Leitfaden zum kommunalen Starkregenrisikomanagement entwickelt. Mit diesem stellt das Land den Kommunen ein einheitliches Verfahren zur Analyse der Gefahren und Risiken durch Starkregen sowie darauf aufbauend zur Erstellung eines kommunalen Handlungskonzeptes zur Verfügung.

Das Land Hessen bietet für kommunale Entscheidungsträger die im Projekt KLIMPRAX-Starkregen erarbeitete Broschüre „Starkregen und kommunale Vorsorge“ an. Ab März 2020 gibt es hessenweite Starkregen-Hinweiskarten sowie Daten/Werkzeuge, welche die Erstellung hochaufgelöster kommunaler Starkregen-Gefahrenkarten erleichtern und präziser machen sollen. Für das bayerische Staatsgebiet liefert das Projekt HiOS (Projektende 2020) u.a. eine bayernweite Hinweiskarte für Oberflächenabfluss und Starkregen.

Mithilfe von Starkregen-Gefahrenkarten können Kommunen beurteilen, wo sich im Ereignisfall Oberflächenabfluss sammelt und wo er abfließt. Auf dieser Grundlage können Maßnahmen erarbeitet werden, die mögliche Schäden im Ernstfall vermeiden oder zumindest spürbar verringern. Im Fokus stehen dabei öffentliche Einrichtungen, kritische Infrastruktur, Wohnsiedlungen sowie Flächen mit gewerblicher und industrieller Nutzung. Zum anderen stellen die Starkregen-Gefahrenkarten eine wichtige und anschauliche Informationsquelle für die Öffentlichkeit und alle Beteiligten über die Starkregengefahr dar.

Wichtige Hinweise und Handlungsempfehlungen zum Verhalten im Starkregenfall sowie zur privaten Starkregenvorsorge werden vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zur Verfügung gestellt.

Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Erstellung örtlicher Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte und stellt den Kommunen dazu neben den Hochwassergefahren- und -risikokarten sogenannte "Starkregengefährdungskarten" (Gefährdungsanalyse Sturzfluten nach Starkregen) zur Verfügung. In einem Beteiligungsprozess werden ortsspezifische Vorsorgelösungen gesucht und die Eigenvorsorge aller Beteiligten gestärkt, wobei alle Handlungsfelder der Hochwasser- und Starkregenvorsorge im öffentlichen und privaten Bereich bearbeitet werden.